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Sprossglas für Microgreens und Keimsprossen selber machen.
DIY

Schönes Sprossenglas für Microgreens selber machen

In meiner Kindheit waren Keimsprossen noch sehr sehr exotisch und zur Anzucht hatte man einen hässlichen Plastikturm mit mehreren Etagen, der ungefähr die Ausmaße meines Dörrapparates hatte und dann über Wochen störend in der Gegend herum stand. Allerdings hat es mich als Kind sehr fasziniert, den verschiedenen Körnchen beim Keimen zuzusehen und zu beobachten wie sich die Sprossen jeden Tag verändern.

Während ich nun also im trüben Berliner Winter auf den Frühling und die Gartensaison warte, habe ich Lust bekommen, ein paar frische Sprossen für’s Brot oder den Salat zu ziehen.

Einen Sprossturm wollte ich mir nun wirklich nicht anschaffen und habe wegen Alternativen überlegt. Neulich hatte ich mal ein paar Amerikanische Einmachgläser (Mason Jars) erstanden, da ich mir damit oft Salat oder Porridge mit ins Büro nehme und ich ihren Verschluss so praktisch finde. Eigentlich sind sie nämlich eine Mischung aus Weck- und Twist-Off Gläsern, denn man fixiert ein gummierte Deckelscheibe mit Hilfe eines Schraubrings.

Sprossgläser selber machen

Material

  • Mason Jar oder anderes Vorratsglas
  • feines Fliegengitter
  • ggf. Gummiring
  • Schere

Wenn man bei den Mason Jars den gummierten Deckel weglässt und stattdessen ein Stück Fliegengitter über den Deckel stülpt, hat man im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen ein schönes Sprossglas hergestellt. Falls Ihr keine Mason Jars zur Hand habt, könnt Ihr Euch entweder hier (Affiliate-Link) welche bestellen oder Ihr könnt auch einfach ein Stück Fliegengitter über ein leeres Twist-Off-Glas oder Weck-Glas stülpen und es mit einem Gummiring fixieren.

 

Keimsprossen und Microgreens selber ziehen

Sprossen selber ziehen

Geeigneetes Saatgut bekommt Ihr z.B. im Bioladen, entweder als Sprossenmix oder Sortenrein sortiert. Ich mag besonders gerne Linsen-Sprossen, Mungobohnen-Sprossen und Brokkoli-Sprossen.

Wichtig: weicht die Saat über Nacht in lauwarmem Wasser ein. So kann sie gut quellen und keimt viel besser und schneller.

Am nächsten Tag gebt Ihr das Saatgut in Euer Sprossglas, befestigt das Fliegengitter darüber und stellt es z.B. auf’s Fensterbrett. Nun müsst Ihr den Inhalt nur noch 1 x am Tag mit frischen Wasser spülen. Haltet dazu das Glas mit dem Fliegengitter kurz unter den Wasserhahn, gießt das wieder Wasser aus und lasst das Glas für eine Weile auf dem Kopf stehen um überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen.

Je nach Sorte seht Ihr schon nach 2-3 Tagen die ersten Keime.

Sobald die Sprossen für Euren Geschmack weit genug sind, könnt Ihr sie in den Salat geben, auf ein Butter- oder Käsebrot streuen oder auch ein Pfannengericht mit ihnen verfeinern.

Und das Beste: wenn Ihr mal keine Lust auf Sprossen habt, steht kein unnützes Gerät in der Ecke, sondern Ihr könnt dann in den Gläsern Euer Mittagessen transportieren oder auch einfach Marmelade einkochen…

 


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Sprossenglass für Keimsprossen und Microgreens selber machen

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3 Kommentare

  • Antworten
    Margit
    29. Januar 2018 at 7:43

    Die kleinen Sprossen sind ja wahre Vitaminbomben und gerade, wenn es draußen so grau und ungemütlich ist, sind sie besonders wertvoll. Ich sollte mal wieder ein wenig Kresse ziehen. Die ist so lecker und schmeckt so herrlich nach Frühling!
    Viele Grüße von
    Margit

  • Antworten
    Claudia
    9. Februar 2018 at 9:09

    Hallo Caro, ich bin gerade auf dem „Hirse-Trip“, weil sie ganz viel im Korn gebundene Mineralstoffe und Spurenelemente enthält ( Calcium, Magnesium, Zink und Eisen). Durch den Keimprozess wird das super aufgeschlossen. Diese Keimlinge sind auch sehr bekömmlich, weil sie verdauungsfördernde Ballast- und Vitalstoffe enthalten. Achtung: Die übliche Hirse ist geschält, also Braunhirse nehmen, die gibt es in Bio-Qualiät.

    Nicht, dass man am Ende die Hirse erwischt, die für die Piepmätze gedacht ist 😉

    • Antworten
      Hauptstadtgärtnerin
      10. Februar 2018 at 17:07

      Liebe Claudia!
      Wow! Das mit der Braunhirse hört sich ja super an. Da hab ich noch nie was davon gehört. Ich probiere es gerne mal aus und berichte dann.
      Liebe Grüße,
      Caro

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