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Gedörrtes Obst: Apfelringe, getrocknete Erdbeeren, Birnenstreifen und Pfirsichstreifen
Rezepte Weihnachten

Apfelringe, getrocknete Erdbeeren und anderes Dörrobst

Wie Du durch Dörren Deine Ernte haltbar machen kannst.

Nachdem wir nicht alle Schätze aus dem Garten zu Marmelade oder Mus verarbeiten wollen – alleine unser Äpfli hat soooo viele Äpfel – habe ich mich nach alternativen Methoden zum Haltbarmachen umgesehen und habe mir also einen Dörrapparat zum Geburtstag gewünscht. Mit diesem kann man (fein geschnittenes) Obst und Gemüse schonend trocknen und dadurch länger haltbar machen.

Was hat es mit dem Dörren auf sich?

Das Wort Dörren kommt von der Darre, einer gitterartigen Vorrichtung, die schon von unseren Vorfahren zur Lufttrocknung von Lebensmitteln verwendet wurde. Ziel des Dörrens ist das Dehydrieren (Wasser entziehen) der Lebensmitteln. Schimmelpilzen und Bakterien fehlt dann die Lebensgrundlage und die gedörrten Lebensmittel bleiben viel länger haltbar. Aber Achtung: die Bakterien werden nicht abgetötet. Dörrobst und Dörrgemüse ist also nicht unendlich haltbar und sollte am besten luftdicht und dunkel gelagert werden.

Beim Dörren erfolgt der Wasserentzug durch das Vorbeiströmen lauwarmer Luft, eigentlich so ähnlich wie beim Haareföhnen (nur dass es viel viel länger dauert). Vitamine, Mineralstoffe und die Fasern des Dörrguts bleiben erhalten und der Geschmack wird durch die Trocknung intensiviert.

Verschiedene Obstsorten zum Dörren

Was kann man alles dörren?

  • Obst
  • Fruchtpüree (Fruchtleder)
  • Gemüse
  • Pilze
  • Kräuter
  • Fleisch und Fisch

So viel zur Theorie – wie sieht also die Praxis aus?

Befülltes Dörrgerät

Mein erster Dörrversuch mit verschiedenen Obstsorten

Bei meinem ersten Versuch habe ich Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren ausprobiert. Gewaschen, teilweise geschält und fein geschnitten, und nach Anleitung meines Gerätes 6 Stunden getrocknet. Das Ergebnis war ganz unterschiedlich. Die Apfelringe waren erwartungsgemäß lecker und sehr schnell weg, die Birnen waren erstaunlich gut und noch schneller weg. Die Erdbeeren und Pfirsiche haben auch super geschmeckt. Nicht wirklich empfehlen kann ich Heidelbeeren und Himbeeren. Sie haben erstens fast doppelt so lange gebraucht wie die anderen Früchte und auch das Ergebnis hat mich nicht sooo überzeugt. Die Himbeeren wurden richtig sauer und die Heidelbeeren hatten eine etwas merkwürdige Konsistenz. Wir haben sie dann im Müsli gegessen, da haben sie sich dann auch ganz gut gemacht.

Mit meinem Dörrgerät bin ich bisher sehr zufrieden. Es ist leise, lässt sich leicht reinigen und durch die geschlossenen Etagen kann man gut verschiedene Sorten gemeinsam dörren ohne, dass sie den Geschmack der anderen annehmen.

Gedörrtes Obst: Apfelringe, getrocknete Erdbeeren, Birnenstreifen und Pfirsichstreifen

Wie geht’s weiter?

Als nächstes werde ich mal versuchen, Gemüsechips zu machen und ein paar Rezepte zu sammeln mit leckeren Marinaden. Falls Ihr Links oder Tipps habt freue ich mich über Eure Kommentare!
Hier geht´s jetzt zum Dörrgemüseartikel…

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5 Kommentare

  • Antworten
    McMaries Kleingartenwelt
    25. Juni 2017 at 14:11

    So ein Dörrapparat steht auch schon länger auf meiner „Wunschliste“. Doch ich habe noch immer keinen gekauft. Ich habe im Backrohr mal Tomaten getrocknet, das war super, aber einfach sehr umständlich.
    Ich würde auf jeden Fall meine Kräuter und Tomaten dörren, davon habe ich sehr viel im Garten. Vielleicht funktioniert das ja auch mit Chili?
    Mal sehen – vielleicht schafft so ein Gerät ja in diesem Jahr es über unsere Türschwelle 😉
    Bin schon gespannt, wie Gemüsechips im Dörrapparat werden – ich hoffe, du berichtest darüber.
    LG Marie

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      28. Juni 2017 at 12:49

      Liebe Marie,
      dem Kommentar von Kathrin von Topfgartenwelt entnehme ich, dass das mit den Chillis wohl klappen könnte 🙂 Gestern habe ich die ersten Möhren gedörrt und sie sind lecker. Ich werde aber nochmal mit Marinaden experimentieren und dann schreibe ich einen ausführlichen Post dazu!
      Liebe Grüße, Caro

  • Antworten
    Topfgartenwelt
    27. Juni 2017 at 9:37

    Also die Dörrschale kommt mir sehr bekannt vor. Ich glaube, ich dürfte dasselbe Gerät zu Hause haben. Ich habe letztes Jahr Chiliflocken getrocknet und über den Winter zum Würzen verwendet. Kann ich nur empfehlen.

    LG kathrin

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      28. Juni 2017 at 12:51

      Liebe Kathrin,
      das ist ja toll! Das mit den Chillies probiere ich definitiv mal aus, wenn meine reif sind!
      Liebe Grüße,
      Caro

  • Antworten
    Lisa
    12. Juli 2017 at 9:28

    Hi Mädels,

    Ich informiere mich auch grad mehr über Dörrapparate, Gemüsechips sind mein Lieblingssnack, die schmecken mir viel besser und dabei hat man auch ein besseres Gewissen ;). Ein Dörrapparat wäre auf jeden Fall eine gute Investition, da Gemüsechips im Supermarkt meiner Meinung nach ziemlich teuer sind- da mach ich es doch viel lieber selber!
    Ein schöner Blog-Eintrag, ich freue mich auf weitere Experimente 😀

    LG Lisa

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