Über Sinn und Unsinn der Zeitumstellung wird ja viel geschrieben – wenn es nach mir ginge, wäre jedenfalls rund um’s Jahr Sommerzeit. (Um’s genau zu nehmen, wäre am besten sogar immer Sommer, aber das würde gerade vielleicht zu weit führen…) Die Umstellung im Herbst fällt mir jedenfalls extrem schwer und ich würde dann ein paar Wochen lang am liebsten schon um 17 Uhr ins Bett gehen. Seit wir den Garten haben, kommt nun noch der Abschied von der Gartensaison dazu – den Garten haben wir kürzlich auch winterfest gemacht. Die Aussicht auf 5 Monate Berliner Winter mit Eis, Regen und Dunkelheit sind jedenfalls trübe…

Was ist die bessere Strategie? Täglich raus gehen oder zuhause eingraben?

Ich mache es jedes Jahr etwas anders – gerade ist jedenfalls Eingraben angesagt. Liegt vielleicht auch daran, dass die meiner Meinung nach beste Band der Welt gerade das meiner Meinung nach beste Album des Jahres rausgebracht hat und es viel zu basteln gibt. Dazu trinke ich Masala Chai, esse Pumpkin Bread und so wird es dann doch ganz gemütlich. Wie geht es Euch mit dem Herbst, der Zeitumstellung und dem Ende der Laubensaison?

Hier also mein Rezept für original indischen Chai Masala

Marsala Chai

Marsala Chai

Zutaten

  • 1/2 Liter Wasser
  • 1/2 Liter Milch (Kuh, Mandel, Hafer oder was immer Dir schmeckt)
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Sternanis
  • 10 Gewürznelken
  • 5 Kapseln Kardamom
  • 3 EL Schwarzer Tee
  • Honig nach Geschmack

Zubereitung

  1. Die Gewürze (nicht die Teeblätter!) in einen Topf geben und leicht anrösten.
  2. Mit dem Wasser aufgießen und zum Kochen bringen.
  3. Wasser und Gewürze bei mittlerer Hitze 10 Minuten kochen lassen.
  4. Die Milch zugeben und erneut aufkochen (Achtung: Überkochgefahr, also am besten daneben stehen bleiben!)
  5. Den Herd ausschalten und die Resthitze der Platte ausnutzen.
  6. Die Teeblätter zugeben und 5-10 Minuten ziehen lassen.
  7. Den fertigen Chai durch ein feines Sieb in eine große Tasse abseihen und mit reichlich Honig süßen.
https://www.hauptstadtgarten.de/masala-chai-latte-rezept/

Hier kommt noch der passende Soundtrack…


Doch stop, bevor Du jetzt Tee kochen gehst! Was sind das eigentlich für Pflanzen diese Chai-Gewürze?

Es würde mich ja sehr reizen, die Teegewürze selbst zu kultivieren – ist ja schließlich ein Gartenblog hier – aber nicht umsonst kommt der Masala Chai aus Indien. Bei uns ist es für die meisten tropischen Gewürze einfach zu kalt.

1. Zimt

Beim Zimt handelt es sich um die dünne Bastschicht der Rinde eines tropischen Baumes (aus der Familie der Lorbergewächse), die sich beim Trocknen zu Stangen aufrollt. Wir unterscheiden dabei zwischen dem hochwertigen Ceylon-Zimt und dem minderwertigeren Kassia-Zimt, der größere Mengen des gesundheitlich nicht ganz unbedenklichen Cumarin enthält. Zimt ist schon sehr lange bekannt und eines der kostbarsten und teuersten Gewürze. Nicht umsonst wurden seit der Antike schon mehrere Kriege darum geführt, wer den Zimthandel kontrolliert…

2. Gewürznelken

Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen eines immergrünen Baumes, der bis zu 10 Metern hoch werden kann. Die Pflanzen benötigen tropisches Meeresklima – damit scheidet eine Kultur in unseren Breuten wohl aus… Der deutsche Name „Nelke“ leitet sich von der an Nägel erinnernden Form der Knospen ab. Gewürznelken wird eine betäubende Wirkung nachgesagt, weshalb Nelkenöl häufig als Hausmittel bei Zahnschmerzen eingesetzt wird.

3. Kardamom

Das Kardamom Gewürz besteht aus den fast reifen Samenkapseln der Kardamom Staude, die bis zu 5 Metern Höhe erreichen kann. Sie gehört zu den Ingwergewächsen und wächst krautig aus Rhizomen, die bis zu 50 Jahre alt werden können. Die scharf-süßlichen Kapseln werden geerntet, bevor sie ausgereift sind und die Samen zu Boden fallen. Am besten kauft Ihr Kardamom als ganze Kapseln und zerstoßt nur die inneren Samen von Hand in einem Mörser. Beim fertigen Gewürzpulver werden nämlich auch die geschmacksneutralen Hüllen mit gemahlen.

4. Sternanis

Beim echten Sternanis handelt es sich um die getrockneten Früchte eines immergrünen Baumes, dessen Blüten an Magnolien erinnern. Der Geschmack ist intensiv süßlich, lakritzartig. Man verwendet die Samen mit samt der Hülle, da diese besonders aromatisch ist. Aber Achtung: nur die Früchte des Echten Sternanis sind essbar, andere Arten sind giftig! Theoretisch ließe sich Sternanis auch in unseren Breiten kultivieren, wobei er aber auf jeden Fall frostfrei überwintert werden muss. Da bekomme ich ja schon Lust, es mal auszuprobieren…

 

 

 

 

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