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Strumanschluss Schrebergarten vorher
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Der Stromanschluss

Oder „warum Du niemals einen Kleinbagger in Deinen Garten lassen solltest“.

Als wir den Garten übernommen haben, waren wir so von Äpfli und der schönen Atmosphäre verzaubert, dass wir uns über praktische Dinge wenig Gedanken gemacht haben. Dass es im Garten keinen Strom gab fanden wir sogar romantisch. Den ersten Sommer haben wir im Garten sehr genossen und sind mit Handwerkzeugen, Kühlbox von zuhause und Solarlampen gut über die Runden gekommen.

Ende des Sommers kündigte sich an, dass die Kleingartenanlage eine neue Hauptwasserleitung bekommt und es wurde eine Liste ausgehängt, welche Parzellen zu diesem Zweck eine neue Wasserzählergrube zu bauen hatten. Oh Schreck! Wir waren auch dabei. Die Grube sollte direkt an der vorderen Grundstücksgrenze errichtet werden und uns wurde klar, dass wenn wir zukünftig auch wieder Wasser am Haus haben wollten, ein 30 Meter langes PE-Rohr im Garten vergraben werden musste.

Der Domino-Effekt

Wir ließen das eine Weile sacken, wägten die verschiedenen Optionen die Grube zu bauen (und unsere begrenzten handwerklichen sowie zeitlichen Kapazitäten) ab und ließen erst mal betrübt den Kopf hängen. Nach einigen Überlegungen, Gesprächen mit Anderen und einer umfassenden Internetrecherche wurde uns klar, dass wenn wir einmal quer durch den Garten graben würden, es schlau wäre, auch gleich einen Stromanschluss mit Erdkabel zu bauen, da man diesen Aufwand nur einmal betreiben wollen würde. Wir recherchierten also weiter und suchten parallel einen Elektriker, für Hausanschlusskasten, Basisinstallation und Zählerschrank. Manche meldeten sich garnicht, andere sahen sich zwar den Garten an, schrieben aber auch auf Nachfrage kein Angebot, einer wollte knapp 8.000,- EUR haben.

Der Elektriker

Nach längerem Suchen, fanden wir eine Firma, die zu einem machbaren Preis anbot, die Elektroinstallation zu legen und mit einem Kleinbagger den Kabelgraben zu graben und in diesem Stromkabel und Wasserleitung zu verlegen. All das hörte sich aus dem Munde des Elektrikers ganz einfach und problemlos an und wir erteilten den Auftrag.

 

So sah der Garten am Morgen des 1. Dezembers aus, bevor die Bauarbeiten begannen.

Stromanschluss Schrebergarten vorher

 

Und so eine Stunde später…

Stromanschluss Schrebeergarten Schacharbeiten

 

So haben uns die Elektriker den Garten dann hinterlassen…

Manchmal kann man nichts machen. Außer weiter…

Könnten wir es nochmal entscheiden, würden wir den Graben wohl Stück für Stück mit der Hand ausschachten. Die Stunden, die wir mit dem Abtragen der 20 cm dicken, verdichteten Sandschicht verbracht haben, hätte man auch locker dafür verwenden können. Aber traurig sein hilft jetzt ja nichts. Wir werden das Frühjahr nutzen, um den Weg, die Beete und die Rasenfläche neu anzulegen und die Natur wird dann hoffentlich ihren Teil dazu beitragen, dass statt einer Sandwüste wieder eine „grüne Hölle“ entsteht…

 

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19 Kommentare

  • Antworten
    Björn Hanssen
    17. März 2017 at 11:27

    Ähm….das ist definitv etwas ernüchternd. Wir haben letztes Jahr unseren Stromanschluss bekommen. Diesen allerdings vom Nachbarn und ich musste lediglich 2 m ausheben. Aber so viele Alternativen hatte ihr ja nicht. Diesen Schacht alleine zu buddeln ist auch viel Arbeit und irgendwo muss die Erde ja hin. Es sei dann man organisiert eine Art Buddelparty 🙂
    Wir haben uns vor zwei in einen romantisch anmutenten Garten verliebt und fanden den nicht vorhandenen Stromanschluss nicht weiter schlimm. Aber jetzt, wo wir den Strom haben, möchte ich den nicht missen!!! Schon alleine um Musik hören zu können…um mal eine banale Sache zu nennen.
    Vielleicht ein Vorteil für euch: ihr köbbt jetzt einen großen Plan machen wie man den Garten gestalten möchte und dann ab ans Werk!

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      17. März 2017 at 11:37

      Hallo Björn,
      Du hast es gut zusammengefasst…
      …wir haben uns zum Trost auch erst mal einen elektrischen Häcksler gekauft und ich träume schon von Eis am Stiel und kaltem Bier im Sommer. Ich freue mich sehr über Deinen Kommentar, besonders, da ich Deinen Blog gerne lese! 🙂

  • Antworten
    Björn Hanssen
    17. März 2017 at 12:36

    Hallo Carolin,
    … genau diesen Traum haben wir auch!
    Momentan hab ich etwas Angst, da bei uns in der Kolonie ein Wasserschaden vorhanden ist dem wir am kommenden Wochenende auf die Spur kommen wollen. Mit Pech müssen dann eventuell alle Leitungen ersetzt werden mit den Folgen die Du ja kennst :-(. Die Wasserleitung läuft wohl auch ausgerechnet dort wo ich das Hochbeet mit Trockenmauer und die Terrasse gebaut habe. Darauf hab ich null Bock!
    …und danke für das Kompliment, das ich sehr gerne erwiedere! Mach weiter so….das Lesen und Betrachten macht sehr viel Spaß!

    • Antworten
      Hauptstadtgarten
      17. März 2017 at 14:04

      Ahhh, da hoffe ich für Dich, dass sich das nochmal in Wohlgefallen auflöst! Falls Ihr doch eine neue Leitung legen müsst: es gibt auch Anbieter, die die Leitung unter bestehenden Elementen „durchschießen“ können. Ist nur ziemlich teuer und wäre für unsere 30 Meter nicht in Frage gekommen. Aber bevor man eine Mauer und die Terrasse abreißt, wäre das evtl eine Alternative… … oder Ihr legt die neue Leitung außen rum. Mit diesen PE-Rohren ist man relativ flexibel. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen!

  • Antworten
    Elke Schwarzer
    21. März 2017 at 19:47

    Oh, was für eine Verwüstung! Hoffentlich bekommt ihr das schnell wieder hin. Vielleicht keimen jetzt auch Mohnsamen und es ergibt sich was richtig schönes?
    VG
    Elke

    • Antworten
      Hauptstadtgarten
      22. März 2017 at 17:10

      Danke Elke! Wir haben in den letzte Wochen schon relativ viel geschafft (vor allem die Rasenfläche und den Weg zum größten Teil begradigt) und ich freue mich schon auf etwas wärmere Temperaturen. Dann können wir neuen Rasen säen und ich hoffe, dann ist schon viel weniger „Baustellenfeeling“ 🙂

  • Antworten
    Hexenrosengarten
    22. März 2017 at 16:19

    Hallo Carolin,
    was für eine Verwüstung!
    Da ist es einem sicher zum Heulen!
    Doch jetzt hilft nur nach vorne schauen ….
    Viel ERfolg beim Wieder-Aufbau des Gartens!
    Viele Gartengrüße von Christine

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      22. März 2017 at 17:14

      Danke Christine!
      Anfangs war ich schon recht geschockt… ….aber mittlewerweile habe ich mich etwas an den Anblick gewöhnt. Und es sieht es nach ein paar Arbeitseinsätzen auch schon wieder viel besser aus. Wir haben auch schon eine Fuhre alten Bauschutt, der durch den Bagger nach oben befördert wurde, weggebracht. Das hat dem Gesamteindruck auch gutgetan 😉

  • Antworten
    Kathrin
    22. März 2017 at 21:50

    Ich glaube, Dein Hauptstadtgarten kommt mir bereits von Instagram bekannt vor, schön, dass ich nun über den Blog gestolpert bin. So eine Baustelle ist immer eine Katastrophe und man ist einige Stunden damit beschäftigt alles wieder herzurichten. Kopf hoch! Wird schon wieder.

    LG kathrin

    • Antworten
      Hauptstadtgarten
      23. März 2017 at 9:39

      Hallo Kathrin,
      ja, das mit Instagram kann gut sein 😉 Ich finde es auch super nett und informativ dort. Ich hab dort z.B. schon viele sehr gute Tipps bekommen, mit denen ich garnicht gerechnet hatte. Schön, dass Du auch hierher gefunden hast! Danke auch für die tröstenden Worte!
      Liebe Grüße!

  • Antworten
    Sigrun
    23. März 2017 at 9:26

    Oh…das weckt Erinnerungen. Auch ohne Raupenfahrzeuge ist mir die Buddelei gut in Erinnerung geblieben als wir den Anschluss an das Abwassersystem bekamen. Da haben Ehemann und Sohn einen 20 m langen Graben gebuddelt…
    Und Elke hat recht…always look at the bright sight of life…Vielleicht keimt da etwas, was jahrzehntelang im Boden geschlummert hat. Bei mir war das Stechapfel. Und außerdem hatte ich die Chance genutzt um eine gärtnerisch Vermehrungsmethode mit meinen Spiegeleimohn auszuprobieren ( im Blog beschreiben).
    Vielen Dank für deinen Vorschlag zu Wiederverwertung von Zapfen. Ich habe dort geantwortet.

    LG
    Sigrun aus dem Fließtal

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      23. März 2017 at 9:41

      Liebe Sigrun,
      danke für Deine netten Worte! Das mit dem Spiegeleimohn werde ich mir gleich mal ansehen!
      Liebe Grüße!

  • Antworten
    Verena
    23. März 2017 at 17:03

    Hallo ☺!
    Als wir unser Grundstück gekauft haben war da weder Wasser noch Strom. Ging einige Jahre ganz gut. Aber nun genießen wir den Luxus unsrer „Villa“ mit Wasser und Strom doch sehr.
    Liebe Grüße
    Verena

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      24. März 2017 at 9:50

      Hallo Verena,
      kann ich gut verstehen. Wenn man den „Luxus“ erst mal hat, möchte man ihn nicht mehr missen! Ich habe am Mittwoch morgen auch erst mal einen elektrisch hergestellten Kaffee in der Sonne genossen. Viel Spaß Euch bei Eurem Garteneinsatz am Wochenende. Liebe Grüße!

  • Antworten
    Klaus
    23. März 2017 at 17:10

    Ich freue mich immer wenn ich einen aktiven Blog finde. Dieses Chaos ist die Chance für einen Neuanfang. Und wenn du einmal dabei bist dann würde ich den Busch, der aussieht wie Wacholder, entsorgen. Wacholder ist einer der Zwischenwirte für den Hauptfeind der Pfirsiche, den Verursacher der Kräuselkrankheit. Im Übrigen wünsche ich dir viel Erfolg bei der Gartenarbeit.
    LG Klaus

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      24. März 2017 at 9:47

      Hallo Klaus,
      danke für Deinen Blogbesuch und den Kommentar! Ich sehe es mittlerweile auch positiv 🙂 Das Wetter wird nun ja auch schöner und mit dem ersten Grün, ist der Eindruck nur noch halb so schlimm. Danke für den Tipp mit dem Wachholder. Ich wusste bisher nur, dass er Wirtspflanze für den Birnengitterrost ist. Wir haben einen Pfirsichbaum, der auch anfällig für die Kräuselkrankheit ist! Ich habe tatsächlich letztes Jahr auch in unserem Garten schon einen Wacholder entsorgt, aber eher intuitiv 😉 Die Pflanze auf dem Bild ist aber glücklicherweise irgendwas anderes. Nicht unbedingt sehr schön, aber sie gibt dem Rasenplatz eine ganz schöne räumliche Begrenzung und ich werde sie erst entfernen, wenn ich eine gute Alternative Idee habe. 🙂
      Viele Grüße!

  • Antworten
    Klaus
    24. März 2017 at 18:56

    Als Alternative habe ich eine Eibe und diese bereits seit vielen Jahren. Kleinkinder haben wir derzeitig nicht in der Familie, wegen der Vergiftungsgefahr. Nur zum „Tag des Offenen Gartens“ muss ich immer gut aufpassen . Aber meine Besucher verhalten sich sehr umsichtig. Den Vorrang in meinem Garten haben Bäume und Sträucher die winterhart sind und außerdem noch essbare Früchte bringen. Von einer der Neuheiten hast du ja schon gelesen. „Japan. Himbeere“ oder auch „Erdbeer-Himbeere“ und auch die Schwarze Himbeere „Black Jewel“. Bei mehr als 70 verschiedenen exotischen Bäumen und Sräuchern ,die auch noch fruchten, ist es schwer einen Favoriten zu bestimmen. Bald ist dann wieder die Zeit in der der gesamte Garten summt und brummt und die eifrigen Befruchter so richtig aktiv werden.
    LG aus Thüringen

  • Antworten
    Margit
    28. März 2017 at 20:05

    Habe Dich und Deinen Garten auf Instagram entdeckt! Die Stromaktion hat ja heftige Spuren hinterlassen. In meinem alten Garten habe weder (Trink)-Wasser noch Strom! Das geht aber auch ganz gut und ist zum Teil recht spannend. Bin gut ausgerüstet mit Benzin- und Akkugeräten außerdem gibt es einen Gaskartuschen-Herd und einen Petroleum-Ofen! Und mit ein wenig Improvisation klappt das ganz gut!
    Am Haus habe ich natürlich Strom. Nutze aber auch hier gerne Akkugeräte!
    Viele Grüße von Margit
    P.S. werde sicher öfter bei Dir reinschauen!

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      29. März 2017 at 8:43

      Hallo Margit!
      Ach toll, ich freu mich über Deinen Besuch und den netten Kommentar! Ich kann das mit dem stromlosen Garten auch gut nachvollziehen. Das erste Gartenjahr war wirklich sehr romantisch mit Kerzenschein und Feuerschale. 🙂 Liebe Grüße und bis bald!

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