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IGA Berlin 2017 Seilbahn
Veranstaltungen

Eröffnung der IGA Berlin 2017

Aprilwetter und gemischte Gefühle

Mein Lieblingsradiosender FluxFM hat vor ein paar Wochen Karten für die offizielle IGA Berlin Eröffnungsveranstaltung verlost. Ich war gleich Feuer und Flamme und habe tatsächlich ein Ticket für mich mit Begleitung gewonnen. Heute war also der große Tag und so fuhren wir am Vormittag mir der U5 Richtung Hönow zur neuen U-Bahn-Station Kienberg /Gärten der Welt. Der Einlass lief etwas chaotisch ab, doch die anschließende Seilbahnfahrt zur Veranstaltung – die einmal quer über das Gelände führte – ließ uns das gleich vergessen.

Eine Kabinenseilbahn für Berlin

Vorab: wir lieben (Seil-)bahnen! Köln, Stuttgart, Barcelona, Porto, Lissabon, Athen, Wien, London – you name it. Wo ein Bähnchen (oder ein Riesenrad ist), fahren wir mit. Die neue Berliner Seilbahn führt über ein kleines Auental auf den Kienberg und von dort wieder hinab zum gegenüberliegenden Eingang. Der Ausblick über den Park in luftiger Höhe hat großen Spaß gemacht. Bei einer der Fahrten kamen wir sogar in den Genuss einer Kabine mit Glasboden – so konnte man auch super nach unten sehen.

Die offizielle Eröffnungsgala der IGA Berlin

IGA Berlin 2017 Eröffnung

IGA Berlin 2017 Eröffnung

IGA Berlin 2017 Eröffnung

Bei Eiseskälte und grauem Himmel nehmen wir unsere Plätze ein. Während wir warten verteilen freundliche Volunteers bunte „Regen-Notfallponchos“.  Pünktlich um 11 Uhr beginnt die Veranstaltung. Mit einer medialen Show auf 3 großen Displays, in der Filme von Gärten gezeigt und Gartenzitate großer Persönlichkeiten zitiert werden. Die Geschäftsführer der IGA Berlin sprechen Grußworte, die Band Karat spielt ein Lied, Les Elatonautes fliegen an einem Kran hängend durch die Luft, der „Regierende“ spricht ein paar warme Worte und auch Frank-Walter Steinmeier ist gekommen, um der IGA Berlin 2017 seine Grußworte zu übermitteln. Danach treten noch die Vokalhelden der Berliner Philharmoniker und Schiller auf. Zum Abschluss eröffnet der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau die IGA 2017 offiziell. Ein größerer Wolkenbruch während der Veranstaltung bleibt uns glücklicherweise erspart, ein paar Tropfen und das kalte Wetter nehmen Redner und Besucher mit Humor. Ich fühle mich etwas wie beim „ZDF-Fernsehgarten“, bei 8°C.

Unser erster Rundgang über die IGA Berlin

IGA Berlin 2017 Mähroboter

IGA Berlin 2017 Tälchenbrücke

IGA Berlin 2017 Labyrinth

Nach der Eröffnung sind wir ziemlich durchgefroren und würden uns gerne bei einem Kaffee irgendwo aufwärmen. Leider hat noch alles zu und wir hoffen, dass es uns bei einem strammen Marsch über das Gelände warm wird. Kurzzeitig kommt auch die Sonne heraus und so laufen wir durch den neu angelegten IGA-Park mit Ziel Wolkenhain auf dem Gipfel des Kienbergs. – Der Rundgang ist für mich ziemlich ernüchternd. Als Gärtnerin in einem naturnahen Garten, war ich überrascht, dass die IGA Berlin viele schön gestaltete Bauwerke, aber noch wenig Bewuchs hat. Mein erster Eindruck wurde dominiert von geteerten Wegen, Rollrasen, einem Meer aus akkurat gesetzten Frühblühern, Mährobotern und Gabionenzäunen. Wunderschön ist ein Spiegellabyrinth des dänischen Künstlers Jeppe Hein. Ich muss zur Verteidigung der IGA Berlin zugeben, dasss ich sehr hohe Erwartungen hatte und mein eigener Garten a im April auch noch nicht so aussieht wie im Sommer, wenn er sich in einen grünen Dschungel verwandelt hat.

Wasserspielplatz

IGA Berlin 2017 Wasserspielplatz

IGA Berlin 2017 Wasserspielplatz

Ein schön angelegtes Bauwerk war ein Wasserspielplatz mit dem Namen „Konrads Reise“. Wie ich mittlerweile gelesen habe, der wohl größte Wasserspielplatz Berlins. Die Palmen waren als Wasserspiele gestaltet, die mittels Handpumpe zum Wassersprühen gebracht werden können. Im Sommer bestimmt ein riesiger Spaß für Groß und Klein. In das Maul des aus Holz gestalteten Wales konnte man reinkrabbeln. Für Kinder im Vorschulalter bestimmt sehr schön zu erkunden.

Der Wolkenhain

IGA Berlin 2017 Wolkenhain

Direkt auf dem Kienberg wurde für die IGA Berlin eine neue futuristisch gestaltete Aussichtsplattform errichtet. Sie machte Ihrem Namen „Wolkenhain“ heute alle Ehre. Über Treppen kommen wir nach oben. An einem windigen Tag wie heute wird der Aufstieg von einem Heulen der Stahlkonstruktion begleitet. Das lässt die Anlage sehr mystisch wirken. Der Ausblick wird erwartungsgemäß sehr von den umliegenden Plattenbauten dominiert, bei guter Sicht wie heute, kann man aber weit bis in die Innenstadt gucken. Bestimmt ist der Blick bei Nacht mit den Lichtern der Stadt gigantisch!

Die Gärten der Welt als Teil der IGA Berlin

Wir kannten diesen Teil der IGA schon von früheren Besuchen. Die Gärten wurden in die Gartenschau integriert und teilweise erweitert. Das Chinesische Café am kleinen See war und ist ein ganz zauberhafter Ort.

Mein erstes Fazit der IGA 2017

Vielleicht tue ich der IGA unrecht, aber mein Eindruck war ebenso durchwachsen, wie das Aprilwetter heute. Ich hatte mir deutlich mehr Garten und Natur und weniger BAU erwartet. Mir ist klar, dass wir noch am Anfang der Gartensaison stehen, aber der erste Gesamteindruck war mir etwas zu glatt.

Vielleicht habe ich die wilderen Ecken bei diesem ersten Streifzug aber auch nur noch nicht entdeckt. Falls sie Euch beim Besuch der Gartenausstellung auffallen, dann gebt mir bitte unbedingt Bescheid. Ich denke, ich werde mir in den kommenden Wochen nochmal einen Tag Zeit nehmen und der Sache einen zweite Chance geben (trotz der wie ich finde sehr stattlichen Eintrittspreise) und vor allem nach dem Weltacker suchen. Den konnte ich heute nämlich weder auf dem Lageplan, noch auf dem Gelände finden. Die IGA bietet auch ein reichhaltiges Workshop-Programm. Vielleicht melde ich mich da zu einer der Veranstaltungen an. Verpasst habe ich bisher auch einen Blick in die integriereten Schrebergärten und eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn. Auf eine weitere Fahrt mit der Seilbahn freue ich mich jetzt schon. Die war nämlich wirklich super toll!

Falls Ihr Euch eine eigenes Bild von der IGA machen möchtet, kommen hier noch ein paar praktische Infos für Euch. Und nach dem Besuch würde mich SEHR Eure Meinung interessieren! Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Eintrittspreise und Öffnungzeiten

Die IGA läuft noch bis 15. Oktober 2017

Normalpreis 20,- EUR
Ermäßigter Preis 18,- EUR
Kinder unter 6 Jahre kostenlos
Kinder ab 6 Jahre 5,- EUR

Die Kassen an den zwei IGA-Haupteingängen „Gärten der Welt“ am Blumberger Damm (Bus X 69) und „Kienbergpark“ in der Hellersdorfer Straße (U5) sind täglich von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Kassen am temporären Parkplatz an der L33 sind täglich von 08.30 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Der Zutritt ist täglich von 09.00 Uhr bis 20.00 Uhr, der Besuch des Parks bis zum Einbruch der Dunkelheit, möglich.

Wer gerne genauere Infos haben möchte, findet diese hier auf der IGA Webseite.

IGA Update:
Mittlerweile bin ich im Besitz eines IGA-Infobuches, in dem auch viele verstecktere Projekte und deren Lage beschrieben werden. Genau das was ich brauche! Da habe ich mir schon eine schöne Liste zusammengestellt. Und ich habe noch einen Hinweis für Euch: zu einem Jahresabo der Zeitschrift Tip kann man aktuell eine Dauerkarte für die IGA als Abo-Prämie wählen. Da habe ich gleich zugeschlagen und freue mich schon auf meine kommenden IGA Besuche!

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4 Kommentare

  • Antworten
    sas
    14. April 2017 at 8:43

    Hallo Hauptstadtgärtnerin,
    Antwort auf deinen Kommentar bei mir:
    ich habe nichts gemacht um von den Morcheln erwählt zu werden. Erst dachte ich es hat mit den gefrästen Wurzeln der Nadelhölzer zu tun. Da blieben lauter Holzhäcksel zurück. Ich dachte die wären ev. vom Myzel besiedelt. Aber die Morcheln tauchen dieses Jahr an ganz unterschiedlichen Stellen im Garten auf. Teilweise liegen da 7 bis zehn Meter dazwischen. Manchmal direkt im Beet, wo nie was mit Holz war, manchmal am Rand der Rabatte, wo ich mit Blättern mulche. Aber auch auf dem Weg mit gehauften Rindenmulch. Da aber nur eine.
    Nein, ich mache nichts mit den Morcheln, ich weiß, dass sie gut schmecken, habs letztes Jahr beim Essengehen probiert. Aber Es sind nicht genug zur gleichen Zeit. Ich weiß nicht wann sie zu alt sind usw. Vielleicht in ein zwei Jahren, wenn sie sich weiterhin so vermehren.Viel Erfolg it deinem Myzel und erzähl mal, ob du erfolgreich warst.

    Auch schone Ostern dir!

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      14. April 2017 at 9:05

      Hallo Du,
      vielen Dank für Deinen ausführliche Info! Du könntest die Morcheln z.B. trocknen und sie später, wenn genügend zusammengekommen sind, zu einer leckeren Morchel-Sahne-Soße verarbeiten. Passt super zu Bandnudeln. Oder man kann so Geschnetzeltes ganz toll damit aufpeppen… Du siehst: Verwendungsideen hätte ich genug. Fehlen nur noch die Morcheln 😉
      Liebe Grüße, Caro

  • Antworten
    Berliner Landpomeranze
    25. April 2017 at 13:23

    Es war wirklich einfach insgesamt sehr viel grüne Fläche und die Beete sind dadurch fast ein wenig untergegangen. Weltacker klingt interessant. Für den nächsten Besuch würde mich noch „Urbanität & Vielfalt“ interessieren. Das Label fand ich im Programm leider nicht sehr aussagekräftig, aber mittlerweile weiß ich, dass es sich um Bürgerschaftsengagement zum Schutz von Wildpflanzen geht.

    Übrigens gibt es die Möglichkeit für Kleingärtner, günstiger reinzukommen (16 statt 20 Euro). Allerdings muss man wohl im Verein die Interessenten auflisten, diese Liste dann über den Bezirksverband an den Landesverband schicken und auf genau dem Wege – nur umgekehrt – kommen dann auch die Karten an den Mann und die Frau. Also etwas kompliziert, aber mit etwas Vorlauf vielleicht doch machbar.

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      25. April 2017 at 14:51

      Liebe Berliner Landpomeranze,

      ich habe mittlerweile so ein Büchlein (mit knapp 250 Seiten) vom Tagesspiegel, in dem mehr oder weniger alle Stationen beschrieben sind. Da habe ich mir schon ein paar Sachen angestrichen, die sich interessant anhören. Und wo sind die wohl so? Genau: in dem Bereich Urbanität und Vielfalt! Morgen Abend gibt es wohl eine Veranstaltung „Digitalisierung im Grünen“ in Kooperation mit der re:publica. Vielleicht gehe ich da mal hin…

      Danke auch für den Tipp mit den vergünstigten Tickets! Ich hatte das auch im Winter mal im „Gartenfreund“ gelesen, das für mich persönlich aber verworfen. In unserer Kolonie scheint mir das sehr schwer realisierbar, aber für Andere ist das bestimmt hilfreich 😉 – Aktuell gibt es eine IGA Dauerkarte als Prämie, wenn man ein Tip Abo abschließt. Vielleicht mache ich das. Über einen gemeinsamen Besuch würde ich mich jedenfalls wirklich freuen!

      Liebe Grüße!

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