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Lavendel Kissenspray selber machen
DIY Garten Weihnachten

Last Minute Geschenk | Lavendel-Kissen-Spray

Als ich im Frühjahr mit einer Freundin über’s Wochenende verreist war, hatte sie ein duftendes Kissenspray dabei. Kissenspray? Ja, das dachte ich auch: man sprüht es sich vor dem Schlafengehen entweder auf’s Kopfkissen oder über dem Kopf in die Luft. Erst fand ich das etwas überkandidelt, beim Gedanken an den geliebten Lavendelduft aus dem Garten war die Idee schon nicht mehr ganz so abwegig. Nachdem ich aus dem Garten noch ganz viele Lavendelblüten in einer Dose hatte, habe ich neulich also Lavendelspray selber gemacht. Hier kommt mein Rezept für eine Last-Minute-Version mit gekauftem Lavendelöl und eine Anleitung, wie Ihr auch das Lavendelöl für das Duftspray selber machen könnt.

DIY | Lavendelspray selber machen

Lavendel Kissenspray selber machen

(die Menge reicht für 5 Fläschchen a 50 ml)

  • 50 ml selbstgemachtes Lavendelöl oder 5×15 Tropfen gekauftes Lavendelöl
  • 25 ml Vodka
  • 200 ml destilliertes Wasser
  • Sprühfläschchen
  • Kleiner Trichter

Alle Zutaten in einem Messbecher vermischen und mit einem kleinen Trichter in die vorbereiteten Fläschchen füllen. Zuschrauben und mit einem hübschen Etikett versehen. Das Spray eignet sich auch hervorragend als Anti-Monster-Spray für Kinder, mit dem Ihr Angst oder kleine Wehwehchen einfach „wegsprühen“ könnt. Auch Pflaster haben ja immer wieder magische Kräfte…

DIY | Anti-Monster-Spray selber machen

Kissenspray freebie Etiketten

Je nachdem, für wen das Kissenspray gedacht ist, habe ich zwei verschiedene Etiketten für Euch vorbereitet, die Ihr Euch gerne runterladen könnt. Das Lavendelspray ist auch ein tolles kleines Geschenk oder Mitbringsel.

Lavendelöl selber machen

Wenn Ihr möchtet und etwas Zeit habt, könnt Ihr auch das Lavendelöl selber machen. Um das ätherische Öl aus den Blüten herauszulösen, nutzt man Pflanzenöl oder Alkohol, wobei ich bisher nur die Ölmethode ausprobiert habe. Es gibt zwei Arten, Ölauszüge (auch Mazerate genannt) herzustellen: Bei beiden legt man die Pflanzenstoffe (Blüten oder Blätter, je nach Pflanze und Wirkstoff) in Öl ein und wartet, bis die Stoffe gelöst sind.

Das braucht Ihr für einen Ölauszug

  • Schraubglas mit Deckel
  • Getrocknete Blüten (ganz durchgetrocknet)
  • Pflanzenöl

Welches Öl eignet sich?

Ihr könnt eigentlich alle Öle benutzen, die licht- und temperaturstabil sind. Prinzipiell geeignet sind Olivenöl (wärmend, aber mit starkem Eigengeruch), Sonnenblumenöl oder Rapsöl (neutral), Jojobaöl (gut für Gesichtskosmetik geeignet), Kokosöl (neutral, aber bei Raumtemperatur fest) und Sesamöl. Falls Euch interessiert, welches Öl für was aus welchem Grund besonders geeignet ist, dann hinterlasst mir dazu gerne einen Kommentar. Ich schreibe dann gerne bei Gelegenheit einen ausführlichen Artikel dazu.

Ölauszug selber machen

Ölauszug herstellen – zwei Methoden

Kaltauszug

Auszug der Pflanzenstoffe ohne Erwärmen. Dazu gebt Ihr die getrockneten Blüten in ein Schraubglas und übergießt sie mit Öl. Das verschlossene Glas stellt Ihr nun für 4-6 Wochen in die Sonne oder auf die Fensterbank und rührt alle paar Tage um. Die Methode ist sehr schonend, aber auch langwierig und funktioniert vor allem im Sommer bei reichlich Sonnenschein.

Warmauszug

Dazu gebt Ihr, wie beim Kaltauszug, die Blüten in ein Glas und bedeckt sie mit Öl. Dieses Glas stellt Ihr in ein Wasserbad, das ca. bis zur Hälfte des Glases reicht und erhitzt das ganze auf 70° C bis 90° C und haltet diese Temperatur für 2-3 Stunden. Bitte das Öl nie direkt erhitzen – es würde dadurch zu heiß werden und Ihr habt am Ende frittierte Blüten. Lasst den abgekühlten Auszug dann noch für 4-5 Tage nachziehen.

Sobald das Öl die gewünschte Geruchsintensität angenommen hat, könnt Ihr es abfiltern. Ich empfehle Euch ein Stofftaschentuch. Bitte nur abtropfen lassen und nicht ausdrücken, da sonst evtl. Pflanzenteile mitkommen, die später schimmeln können.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Kissenspray mischen, entspanntes Einschlafen und schöne Träume…


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4 Kommentare

  • Antworten
    Margit
    22. Dezember 2017 at 22:26

    Eine tolle Sache!!! Da muss ich gleich an unsere „Wundersalbe“ denken (eigentlich war es ja eine billige Kokoscreme, die aber sehr gut roch). Gab es ein Wehwehchen bei den Kleinen, wurde als erstes unsere Wundersalbe aus dem Schrank geholt. Wenn sie geholfen hat, war ich mir sicher, dass es nicht soooo schlimm war!
    Viele Grüße von
    Margit

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      26. Dezember 2017 at 12:33

      Liebe Margit!
      Wundersalbe mit Kokosduft klingt auch großartig – das würde bei uns auch bestimmt gut helfen 😉
      Liebe Grüße,
      Caro

  • Antworten
    Jen
    25. Dezember 2017 at 13:12

    Was könnte man denn für die Kids statt Alkohol ins Monsterspray geben?
    Toller Blog 👍

    • Antworten
      Hauptstadtgaertnerin
      26. Dezember 2017 at 12:30

      Hallo Jen,
      ich habe auch das Spray für meine Kinder mit Alkohol zubereitet, allerdings würden die sowas auch niemals trinken. Der Alkohol dient als Konservierungsmittel – eine Möglichkeit wäre, das Spray mit den Kids zusammen zu benutzen und dann wegzustellen, alternativ Du könntest Du den Alkohol weglassen, das Spray dann im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen?
      Liebe Grüße, Caro

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